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Zwei Freunde – 2 Perspektiven – 1 Verein

vfl

Fohlennews Redakteur Christian sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl! Dies kann, auch im Borussia-Park, einige Nachteile nach sich ziehen. Wir haben seine Sichtweise des Spiels gegen die Young Boys aus Bern mit der unseres Redakteurs Nils, der wie die meisten Fans ohne größere Probleme ins Stadion kommt verglichen!

Nils:

Nachdem ich mit dem Auto gegen 19:00 Uhr auf dem Parkplatz ankam stand noch ein kleiner Fußmarsch bevor, um bis zur Südkurve zu gelangen, einer für mich bis Dato ungewohnten Position. Dort angekommen mussten wir durch die üblichen Kontrollen um in den Block zu gelangen. Da Block 6A dem Oberrang angehört musste ich natürlich auch Treppen steigen. Im Block angekommen ging ich zu meinem heutigen Platz um mir einen kleinen Überblick über die bevorstehende Choreografie zu verschaffen.
Als die Mannschaftsaufstellung bekanntgegeben wurde stand ich auf, so wie auch die anderen Fans. Nach dem Anpfiff stand ich bei verschiedensten Fangesängen und zum Bejubeln der vielen Tore regelmäßig auf, Springen gehörte ab und zu natürlich auch dazu! „Steht auf wenn ihr Borussen seid..:“ Auch hier sprang ich von meinem Platz auf! Meine Stimme, aber auch meine Beine waren nach diesem Spiel am Ende. Ein solches Spiel ist nicht einfach!
Nach dem Abpfiff blieb ich noch ein paar Minuten im Stadion um mit der Mannschaft (ja, das geht auch auf der Südkurve) den Sieg zu feiern.

Anschließend stand für mich der Heimweg an. Nach etwa 10 Minuten Fußmarsch, der Problemlos von Statten ging war ich am Auto angelangt und konnte noch einmal  realisieren, was ich einige Minuten zuvor erlebt habe!

Christian:

Um 18 ging es mit dem Rollstuhl  zum Stadion, von der Aachener Straße in den neu angelegten Biergarten, mit den zahlreich erschienenen Fans über das Spiel und mögliche Szenarien in der Champions League Gruppenphase diskutieren. Um Ca. 20 Uhr hieß es dann rüber zum Nord-West-Eingang. Wie gewohnt an einigen Ordnern vorbei, mit denen man sich kurz unterhalten konnte, dann mit dem Aufzug bis zu meinem Platz. Bevor Knippi dann die Aufstellung verkündete wurde sich warm gesungen und danach die Aufstellung zelebriert. Während dem „Steht auf, wenn ihr Borussen seid“ Fangesang , habe ich mich aus meinem Rollstuhl gedrückt um zu signalisieren „ich bin Borusse, also steh ich auf“! Am Ende des Spieles war meine Stimme durch die vielen Gesänge und zahlreichen Torjubel stark in Mitleidenschaft gezogen, aber dafür gehe ich ins Stadion um unsere Jungs von der ersten bis zur letzten Minute an zu supporten!

Nachdem nach dem Abpfiff mit der Mannschaft der Sieg bejubelt wurde fuhr ich mit dem Aufzug wieder runter um zum Parkplatz zu fahren. Dafür musste ich  (durch unglückliche Planung des DFB´s) durch die Massen an Fans, die in die andere Richtung gingen, was nicht nur für die Rollstuhlfahrer sondern auch für die entgegenkommenden Fans gefährlich werden kann!

  1. John

    Ich weiß nicht, ob der Artikel darauf abzielt, aber es ist echt cool, dass man bei uns eben auch als Rollstuhlfahrer ohne größere Probleme ins Stadion kann! Da leistet unser Sozialsystem schon einen klasse Job!

    • Anonymous

      Geplant ist einfach den nicht behinderten Fans zu zeigen wie es aussieht im Behindertenbereich zu sein im Stadion, da das viele nicht wissen

    • Anonymous

      Damit soll denjenigen die es nicht wissen gezeigt werden Rollstuhl ja, teilnahmslos in der Ecke sitzen nein

    • Hexe

      Es ist halt nur schade, dass die Rollstuhlfahrer im Unterrang ganz oben in die letzte Reihe gesetzt wurden sind, planmäßig wahrscheinlich nicht anders machbar, aber jedoch schade 😉

  2. Marvin Dultmeyer

    Ich,kumpel von Chris muss sagen, dass euer Stadion Besuch auch als Rolli Fahrer sehr gut funktioniert.
    Da ich bereits öfter mit ihm im Nord-Westen stand bzw. saß un den VFL zu supporten.

    Herzlichen Glückwunsch zum Einzug und viel Spaß in der Gruppe.

    Freue mich auf euren Besuch bei uns(Bremen)
    Mit sportlichen Gruß
    Marv

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