Am Samstagabend trifft die Fohlenelf nach der 0:4 Pleite in Manchester und dem 1:3 Debakel in Freiburg auf den SV Werder Bremen. Die Werderaner stecken momentan in einer Krise, haben in dieser Saison weder in der Bundesliga noch im DFB POKAL einen Sieg einfahren können. Um 18:30 ist Anstoß im Borussia-Park – dort, wo die Borussia seit dem Amtsantritt von Schubert immer das schönere der beiden Gesichter zeigt (Heim vs Auswärts). Im Stadion in Mönchengladbach musste die Borussia zuletzt vor gut einem halben Jahr die letzte Niederlage hinnehmen – gegen den Vizemeister Borussia Dortmund! Trotzdem sollte man sich nicht auf die Heimstärke der Fohlenelf verlassen – Häufig, so liegt es in der Natur des VFL, machen sie Gegner, die ihnen eigentlich unterlegen sind und aus einer Krise kommen, wieder stark. Ob sich dieses Phänomen morgen wiederholt, bleibt abzuwarten, genauso wie die Aufstellung der Borussia. In den letzten Spielen war die Dreierkette und die Defensive der Schwachpunkt. Im Spiel in Manchester stellte Schubert nach knapp 40 Minuten zur Viererkette um, was die Abwehr der Borussia etwas stabilisierte. Falls er dieses System nun auch wieder übernimmt und morgen vier defensive Akteure auflaufen lässt, ist von folgender Aufstellung auszugehen: Im Tor steht selbstverständlich Yann Sommer, der am Mittwoch noch der beste Mann auf dem Platz auf Seiten der Gladbacher war. Vor ihm agieren in der Innenverteidigung Andreas Christensen, der trotz zuletzt mangelhaften Leistungen so gut wie gesetzt ist und sein Dänenfreund und Neuzugang Jannik Vestergaard, der gegen seine Exmannschaft zusätzlich motiviert sein dürfte. Auf den Außenverteidigerpositionen ist links mit Oscar Wendt zu rechnen, rechts dürfte Julian Korb knapp die Nase vor Nico Elvedi haben, da das Eigengewächs von Borussia offensiv deutlichere Akzente setzen kann. Vor der Viererkette agieren Strobl und Kramer zentral, auf den Außen wird sich Schubert zwischen Hazard, Johnson, Traoré und Hahn entscheiden müssen. Eventuell könnte auch Nico Schulz eine Alternative bieten. Im Sturm sollten Raffael und Stindl nahezu unangefochten eine Stammplatzgarantie besitzen.
Bei den Gegnern wird Viktor Skripnik folgendermaßen aufstellen: Im 4-2-3-1 steht Wiedwald im Tor, vor ihm spielen (von links nach rechts) Bauer, Caldirola, Sané und Selassie. Auf der Doppelsechs ist Grillitsch, den einst auch Eberl verpflichten wollte, und sein Nebenmann Fritz gesetzt. Offensiv agieren im Mittelfeld Bartels und Gnabry, sowie Zlatko Junuzovic auf der 10. In der Spitze spielt das Talent Aron Johannson. Es ist davon auszugehen, dass die Borussia das Spiel an sich reißen möchte und keine Zweifel daran aufkommen lassen will, wer der Chef im Borussia-Park ist. Ein Offensivfeuerwerk der Fohlenelf kündigt sich an, doch das die Bremer niemals ein zu unterschätzender Gegner sind, bewiesen sie uns letzte Saison schmerzhaft im DFB Pokal. Rache ist schwarz-weiß-grün, liebe Werderaner!

FN-TIPP: 4:1