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Wie aus Rivalität Rassismus wurde…

kln

In einer Woche ist es soweit, das rheinische Derby steht bevor. Garantiert ein hochemotionales Spiel, aufgeladen mit viel Leidenschaft auf der Tribüne und Feuer auf dem Platz. Aber leider auch garantiert wieder mit Schlägereien, Verletzungen und Ausschreitungen. Ein Kommentar.

Fußball ist der tollste Sport der Welt. Fußball kann so viel erreichen, so viel bewirken, so viele Menschen verbinden. Aber es gibt immer noch Personen, die diesen emotionalen Sport zerstören. Mit purem Hass, Frust und enorm hoher Gewaltbereitschaft. Warum? Hass hat im Fußball nichts zu suchen! Und trotzdem, Gewalt im und am Stadion zählt bei Derbys zum Standard. Und ja, natürlich herrscht eine gewisse Rivalität, natürlich ist es „das wichtigste Spiel des Jahres“, aber trotzdem gibt es keinen Grund, wegen einem Spiel, ja, es ist nur ein Spiel, andere zu verletzen. Hass und Gewalt darf nicht mit Rivalität gleichgesetzt werden. Was ist denn an den Kölnfans anders als an uns? Nichts! Sie sind genauso Menschen wie wir, wollen genauso wie wir Fußball schauen und ihr Team gewinnen sehen. Das einzige, was anders ist, ist der rotweiße Stoff den sie tragen. Und das kann bei weitem kein Grund sein, jemanden zu schlagen. Und trotzdem gibt es jährlich hunderte Verletzte bei Derbys.
Und ich frage mich: Wieso macht man das? Wieso? Fußball sollte etwas schönes sein, was Freundschaften knüpft und irgendwie auch Frieden gibt und eine Auszeit ist von dem ganzen Alltag und den traurigen Nachrichten aus unserer Welt. Fußball sollte die Leute einfach durchschnaufen lassen, am Wochenende tief die Stadionluft der Emotionen einatmen lassen und den Leuten zeigen, dass es immer noch wenigstens einen Ort auf dieser Welt gibt, wo es noch Frieden gibt – im Stadion. Aber so ist es leider nicht mehr. Fußballspiele sind Schauplatz von gewalttätigen Aktionen, Krieg auf den Rängen und oftmals will man sogar das eigene Kind nicht mit ins Stadion nehmen, seit es beim letzten Mal wegen eines „falschen“ Trikots angepöbelt wurde – ein Kind. Manche „Fans“ machen diesen wunderbaren Sport kaputt. Und alleine wenn ich sehe, wie viele Polizisten bei jedem Bundesliga-Spiel anwesend sind, macht mich das traurig. Warum kann es nicht so sein wie bei den Spielen gegen Glasgow? Ein paar lustige Sprüche zum necken, mal ein Foto mit einem Celtic-Fan Arm in Arm, mal ein Gladbach Trikot für einen Celtic-Anhänger. Zusammen singen und sich in guter Erinnerung behalten und vielleicht sogar Freundschaften geknüpft zu haben. Darum geht es im Fußball.
Und trotzdem weiß man schon jetzt, dass sich am Samstag wieder traurige Szenen abspielen werden. Und dann hat das nichts mehr mit Rivalität zu tun. Rivalität ist der unbedingte Wille, den Gegner zu besiegen. Es geht um Prestiche und Ehre. Aber Rivalität wird in Hass ausarten. Und das ist der unbedingte Wille, jemanden zu schlagen und zu verletzen. Weil er anders ist und nicht die gleichen Ansichten hat wie wir. Und wir alle wissen auch, wie man das dann nennt – Rassismus. Zumindest ein Stück weit.

  1. Divinlord

    Mittlerweile nur noch Clickbait und langweilige Artikel.. ich bin raus

    • Sara

      Hallo Divinlord,
      Welche Artikel würden dir gefallen? Wenn du sagst, was wir tun könnten, um deinen Geschmack zu treffen, können wir unsere Seite weiterentwickeln. Wir hoffen auf konstruktive Kritik! LG Fohlennews

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