Spielberichte

Sympthomatischer Auftritt in der Hauptstadt

Die Borussia verlor gestern gegen eine sehr passive Berliner Truppe mit 3:0. Der Auftritt der Fohlenelf war an Sympthomatie kaum zu überbieten, zwischen ordentlichen Minuten, Platzverweisen, Verletzungen und Slapstick Aktionen netzte Salomon Kalou drei mal ins Tor von Yann Sommer ein.

Die Borussia begann ordentlich. Durch Rechtsflügel Patrick Herrmann erarbeitete sich die Borussia ein paar Chancen, bei denen jedoch kaum Jarstein eingreifen musste, da entweder der letzte Pass nicht ankam oder es an der Schusstechnik haperte. Trotzdem war die Borussia gleichauf mit den Berlinern, die jedoch auch ein paar wenige torgefährliche Aktionen verbuchen konnten. Bei einer dieser Aktionen (7.) holte sich Christoph Kramer seine erste gelbe Karte nach Umreißen von Weiser als Bestrafung eines taktischen Fouls ab. Etwa 30 Minuten später kam die zweite hinzu, die gleichzeitig der Befehl zum Duschengehen mit sich brachte. Kramer grätschte zwar gegen den Ball, traf diesen jedoch kaum. Stattdessen wurde der Gegner getroffen. Kramer musste vom Platz. Gut 50 Minuten musste die Borussia in Unterzahl spielen.

Eine weitere symptomatische Aktion: Herrmann musste nach nur 20 Minuten verletzt vom Platz. Nach einen Zweikampf fiel ihm Ibisevic auf die Hacken, Herrmann konnte anschließend nicht mehr auftreten. Der Verdacht liegt auf einen Wadenbeinbruch, die Diagnose werden folgen. Für ihn kam Fabian Johnson in die Partie.

Zur Halbzeit stand es 2:0. Die Berliner kamen nur zwei Mal wirklich gefährlich vors Tor, Kalou verwandelte eiskalt beide Chancen in Treffer.

Das 1:0 entstand nach Flanke von Weiser, der weder bedrängt von Strobl noch attackiert von Vestergaard den Ball auf Kalou spielen konnte, der per Flugkopfball einnetzte.
Das 2:0 war an Slapstick kaum zu überbieten. Elvedi will einen Ball volley klären, aber schießt dabei den 4 Meter vor ihm stehenden Vestergaard an, von dem der Ball Kalou vor die Füße fällt, der den Ball an Sommer vorbeischiebt.

In der zweiten Halbzeit ließ die Hertha die Fohlen das Spiel machen. Vor allem urch Johnson gingen einige Torchancen hervor, aus keiner wurde etwas zählbares mitgenommen, nicht zuletzt wegen starker Paraden von Keeper Jarstein.

5 Minuten vor Schluss traf dann Kalou erneut, es war die einzige Chancen der sehr passiven Berliner.

Das Spiel zeigte, was es bedeutet einen Lauf zu haben. Berlin war enorm passiv, aber hatte das nötige Quäntchen Glück und einen Kalou in Bestform. Bei der Borussia, die momentan die schwächste Phase während Schuberts Amtszeit durchläuft, konnte man eindeutig sehen, dass es momentan einfach nicht klappen will – aber auch nicht klappen kann, wenn man sich manche Vorstellungen der letzten Wochen ansieht. Die Borussia muss wieder einen Lauf bekommen, und den müssen sie sich erarbeiten. In der Länderspielpause ist Zeit dafür.

  1. Micha

    Das ist aber schön geredet. Fakt ist, das z.B. wir 5 Min. in Unterzahl waren, als sich Hermann verletzte, dabei das 2:0 kassierten, weil ein „Trainer“ es nicht schafft, schneller einzuwechseln.
    Unsere Abwehr ist eine Katastrophe, nur Vestergaard hatte BL-Format, was Elvedi am Freitag sich zusammengespielt hat, weiß außer im wohl Keiner. Was macht Schubert im Training mit der Abwehr? Skat spielen zu Dritt und Vestergaard trainiert alleine?

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