Mit grünem Pulli von unten nach oben

Spieltag 7 – 15

7. Spieltag:

Was war das bloß für eine Erleichterung am Spieltag zuvor. Endlich der erste Dreier. So konnte es weitergehen. Schubert beließ es deshalb bei nur einer Änderung in der Startelf. Dominguez musste für Howie in der Innenverteidigung weichen. Die Stuttgarter mit ähnlicher Ausgangssituation wollten ebenfalls den Rückenwind des ersten Dreiers für sich nutzen. Daraus wurde aber nichts. In einer hart umkämpften Partie gelang es uns ein Drittel aller 9 Torschüsse im gegnerischen Netz unter zu bringen. Die Schwaben dagegen mit lediglich einem Treffer aus 23 Versuchen. Kurz und knapp: Wir waren effizienter. Obwohl die Cannstädter nochmal kurz vor der Pause durch Ginczek rankamen, konnte Raffael kurz vor Ende des Spiels die drei Punkte auswärts mit seinem Treffer einpacken. 6 Punkte aus zwei Spielen, neuer Trainer, eine Stammformation schien gefunden und das erste Heimspiel in der Champions League stand an. Man konnte beim Gedanken an unsere Elf wieder ein wenig grinsen.

 

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Champions League – 2. Spieltag:

Flutlicht im Borussia Park. Mittwochabend. Königsklasse. Unser erstes Heimspiel. Wahnsinn!

Schubert mit nur einer Änderung in der Startelf im Vergleich zu Stuttgart. Dominguez kehrte in die Innenverteidigung für Howie zurück. Unsere Elf legte gut los. Kein Vergleich zum Spiel in Sevilla. Die Jungs hatten richtig Lust und warfen alles in die Waagschale. Plötzlich war die Chance da. 20. Minute, Raffael wird gehalten. ELFMETER! Die Raute samt Herz blieb bei uns allen für einen Moment stehen. Leider wurde der 11er bekanntermaßen verschossen. Nach der Halbzeit ging es turbulent weiter. Man sah die Schnelligkeit und Konterstärke der Gäste. Aber 10 Minuten nach Wiederanpfiff war es soweit. Korb über rechts, Stindl schießt… TOOO…R! Döp-döp-döp-dö-dö-döp-döp-döp. Ein paar Dezibel unter „de Camaaaargo“, aber dennoch ein göttlicher Moment. Im Verlauf wurde City immer stärker. Das 1:1 dann in der 65. Spielminute durch einen alten Bekannten der Bundesliga. Demichelis. Die Hoffnung war noch da aber Entlastung kam trotz der drei Auswechslungen bei uns immer seltener zustande. 90. Minute. Den Punkt hätte man mit der engagierten Leistung verdient gehabt. Aber dann. Elfmeter. 1:2. Ernüchterung für einen kurzen Moment. Hinzukam der Nasenbeinbruch bei Sommer. Kurz geschüttelt, Kopf nach oben, es gab Applaus für die Jungs. Der Stolz überwiegte. Vorwürfe machte den Jungs niemand.

 

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8. Spieltag:

Durch den Nasenbeinbruch bei Sommer war Sippel gegen Wolfsburg erstmals bei uns zwischen den Pfosten. Ansonsten kam lediglich Ibo für Flaco in die Mannschaft. Die beiden Champions League Teilnehmer blieben spielerisch hinter den Erwartungen zurück. Wolfsburg, die selbsternannte zweite Kraft im deutschen Fußball, musste sich aber der Effizienz unserer Mannschaft unterwerfen. Hecking konnte die Stimmung sogar einige Minuten aus fremder Perspektive betrachten und den Jubel im Borussia Park auskosten. Der eingewechselte Nordtveit mit dem 1:0 und Traoré wenige Minuten später mit der Vorentscheidung. 3 Bundesligaspiele unter Schubert. 3-mal grüner Pulli. 3 Siege. So konnte es weitergehen.

 

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9. Spieltag:

Bis auf unseren Maskenmann Sommer blieb die Elf unverändert. Warum auch? Unsere Jungs waren richtig in Fahrt. Wer hätte das einige Wochen zuvor für möglich gehalten? Mit Sommer im Kasten ging es also in die Mainmetropole zum Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt. Es war das Spiel von Mo Dahoud. Die Wahrnehmung der Konkurrenz unseres Eigengewächses sollte nach dieser Partie eine andere sein. Obwohl die Eintracht durch Meier und einen Elfmeter zum 1:1 ausgleichen konnten, gab es in der zweiten Hälfte ordentlich Haue für die Hessen. Unsere Borussia in allen Belangen überlegen, nutzte die Chancen und konnte die drei Punkte aus der Fremde durch das 1:5 mit an den Niederrhein nehmen. Es ging Schlag auf Schlag. Südlich der Alpen lag unser nächster Gegner.

 

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Champions League – 3. Spieltag:

Wir waren zu Gast bei der Alten Dame. Nein, nicht in unserer Hauptstadt sondern in Italien. Der Gegner: Juventus Turin. Der Name geht immer noch runter wie Öl. Unsere eingespielte Formation aus dem Heimspiel gegen Wolfsburg wurde ins Rennen um Auswärtspunkte in der Königsklasse geschickt. Das torlose Unentschieden konnte für uns als Punktgewinn gefeiert werden. Offensiv konnten wir gegen Turin kein Feuerwerk abbrennen, haben aber durch taktische Disziplin und Zusammenhalt in der Defensive das Unentschieden eingetütet. Juve fehlte trotz hochqualifiziertem Personal die Durchschlagskraft und Sommer war bei allen Torschüssen zur Stelle. Der erste Punkt in Europa wurde auswärts eingefahren. 3 Spiele, 1 Punkt. Die Rechnerei ging so langsam los und der blutleere Auftritt in Sevilla war anscheinend ein riesen Handicap im Kampf um den 3. Platz. Ereignisreiche Wochen waren es mal wieder in der schwarz-weiß-grünen Wundertüte.

 

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10. Spieltag:

Zum Abschluss des 10.Spieltags hatten wir Schalke als Gast im Borussia Park. Jantschke ersetzte Alvaro Dominguez nach einer Prellung im Spiel gegen Turin. Unsere Borussia die klar bessere Mannschaft, im Laufe der Partie wurden die Jungs immer offensiver. Daran konnte auch der zwischenzeitliche Ausgleich kurz vor Halbzeit durch das Eigentor von Christensen nichts ändern. Mit dem kuriosen Elfmeter und dem Tor von Stindl stand es also 1:1. Nach Wiederanpfiff drehten wir dann richtig auf. 61% aller Zweikämpfe wurden von unseren Jungs am Ende gewonnen. 60% Ballbesitz und wundervolle 8,2 Bälle pro 10 Abspielversuche fanden den Weg zu einem Borussen. Noch 20 Minuten zu spielen. Raffael schießt einen Freistoß. TOR! 2:1. Die Schalker waren wenig begeistert und Geis sollte dem mit dem brutalsten Foul der abgelaufenen Spielzeit Ausdruck verleihen. Hahn schießt wieder Tore, ist gesund. Abgehakt. 5 Minuten vor Ende konnte Korb seine positive Entwicklung der letzten Wochen krönen. Die Entscheidung: 3:1. 5 Bundesligaspiele unter Schubert. 5-mal grüner Pulli. 5 Siege. Platz 4 war 3 Zähler entfernt. Merkwürdige Saison. Der grüne Pulli war mittlerweile ausverkauft.

 

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DFB-Pokal – 2.Runde

Gleicher Gegner. Anderer Wettbewerb. Dieses mal waren wir jedoch die Gäste. Die 2. Runde des DFB-Pokals führte uns in den Ruhrpott nach Gelsenkirchen. Nordtveit, Hazard und Ddmic begannen dieses mal. Hahn wurde mittlerweile bereits operiert und Geis musste das erste von fünf Spielen aus einer ungewohnten Perspektive betrachten. Unser Top Score wurde leider von einer Grippe außer Gefecht gesetzt. Die erste Halbzeit verlief bis kurz vor Ende eher nicht nach unserem Geschmack. Zum psychologisch angeblich wichtigsten Zeitpunkt, netzte unser Dauerbrenner Stindl zum 0:1 ein. Im Laufe der zweiten Hälfte gab uns die Führung Sicherheit und das Spiel unserer Elf wurde kontrollierter. Das 2:0 durch einen Foulelfmeter sorgte für die Vorentscheidung und spiegelte das Kräftemessen beider Mannschaft wieder. Wir waren eine Runde weiter. Achtelfinale. Ein weiteres Spiel in diesem Jahr war nun sicher.

 

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11. Spieltag:

Wieder zu Gast bei einer Dame. Der Alten Dame. Nicht Turin, sondern unsere Hauptstadt war das nächste Ziel. Wir spielten gegen Berlin mit Howie erstmals seit langem wieder als Rechtsverteidiger und Alvaro rutschte erneut in die Innenverteidigung zurück. Unsere Borussia machte auswärts von Anfang an Dampf. Selten waren die Passstafetten so eindrucksvoll wie an diesem Tag. Minute 26 und 28 der Doppelschlag. 0:2. Wendt und Raffael sorgen frühzeitig für klare Verhältnisse. Nach dem Pausentee traf Xhaka vom Punkt zum 0:3 und optimistische Berliner glaubten an ein Wunder nachdem Baumjohann 10 Minuten vor Ende noch zur Ergebniskorrektur traf. Zum Abschluss des Spiels gab es von Howie nochmal einen richtigen Hammer über rechts. Wahnsinn. 1:4. 6 Bundesligaspiele unter Schubert. 6-mal grüner Pulli. 6 Siege. Platz 5. So langsam aber sicher punktete Schubert sich aus der Interimslösung heraus. Aber wenn wir eines können seit Favre: Wir schauen von Spiel zu Spiel.

 

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12. Spieltag:
Die damalige Stammelf mit Dominguez und Christensen als Innenverteidigung war erneut von Anfang an auf dem Platz. Eine Fußballweisheit lehrt jeden von uns: Jede Serie hat ein Ende. Auch der Raketenstart von Schubert mit sechs Bundesligasiegen in Folge war leider gegen den Aufsteiger Vergangenheit. Zuhause entwickelte unsere Fohlenelf keine Durchschlagskraft und war merklich von Spiel im dunkelgrauen Bereich des Fußballregelwerks beeindruckt. 0:0 gegen den Aufsteiger aus Ingolstadt. Positiv konnte man unserem Kapitän noch Wille und Kampfeslust unterstellen, legte man den Platzverweis negativ aus, so attestierte man ihm fehlende Gelassenheit und Ungeduld. „Zu grün hinten den Ohren“ schalte es aus deiner einer oder anderen Kneipe. Das konnte man dem gesamten Team bescheinigen im Spiel. 7 Spiele, 19 Punkte, da waren so einige Konkurrenten neidisch. Wir waren absolut im Soll und zufrieden.

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13. Spieltag:
Wir hatten endlich einen neuen Trainer am 13. Spieltag. Überraschung! Es war und blieb Andre Schubert. Unsere Borussia wandelte den aktuellen Kontrakt aus der U23 in einen Cheftrainervertag bis Mitte 2017 um. Objektiv wäre jede andere Entscheidung außer einer Rückholaktion von Lucien ein harter Schlag gewesen. Jantschke und Howie rückten ins Team für den gesperrten Kapitän Xhaka und Dominguez. Ballbesitztfußball in eigenem Haus mit gepflegtem Kurzpassspiel sollten das Rezept sein. Es wurde knapp gegen abstiegsgefärdete 96er. Am Ende setzte sich der Ballbesitz und das Chancenplus unserer Elf durch. 2:1. Ein weiterer Sieg als Übergangstrainer und der erste Dreier als Cheftrainer. Das Punktekonto ist von Serien unbeeindruckt, 22 Punkte standen zu Buche. Absolut auf Kurs. Die Königsklasse wartete erneut auf uns.

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Champions League – 4. Spieltag:
Es war wieder soweit. Das Licht war an, Werbung überklebt und von der Arbeit ging es direkt in die Erlebniswelt Borussia nach Mönchengladbach. Es war unser Abend. Wir wollten den ersten Heimsieg in der Königsklasse und hatten ihn uns auch mehr als verdient. 4:2 am Ende einer außergewöhnlichen Partie mit sechs Treffern. Nach 13 Minuten musste Traoré zunächst verletzungsbedingt den Platz verlassen. Drmic auf einer für alle ungewohnten Position auf rechts. Es sollte unseren Offensivbemühungen aber keinen Abbruch verleien. Wir freuten wild drauf los. Was ein Offensivfeuerwerk! Stindl nach 30 Minuten mit dem 1:0 und Halbzeitstand. Auf das 2:0 mussten wir bis zur 68. Minute warten. Wurden dann sogar noch durch das 3:0 belohnt. Die hektische Schlussphase ergab dann das Endergebnis und den verdienten ersten Dreier in der Champions League.

 

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14. Spieltag:
Nächster Halt auf der Reise durch die Hinrunde war Hoffenheim, genauer gesagt Sinsheim, zum Spiel gegen die TSG. Eines musste man dem Gegner lassen. Das Heimspiel gegen uns zählte zu den besseren in dieser Saison Zuhause. Stevens verstand seiner Elf das Spiel auf Konter im eigenen Hause mit stabiler Grundordnung zu vermitteln. Das gelang den Hausherren und trotz statistischer Überlegenheit, waren wir immer wieder durch Gegenvorstöße bedroht. So stand es nach frühzeitiger Führung zur Halbzeit 2:1. Kurz nach Wiederbeginn dann das unnötige 3:1. Eine Punktemitnahme schien an diesem Tag unwahrscheinlich. Unsere Elf rollte daraufhin aber offensiv den gesamten Teppich aus und versuchte alle Stürmerpferdestärken auf die Straße zu bringen. Das Rezept ging voll auf. Minuten vor dem Ende konnte Johnson nach zwischenzeitlichem Anschlusstreffer auf 3:3 erhöhen. Nach ungewöhnlichem Spielverlauf auswärts noch den Punkt zu holen, konnte als Erfolg verbucht werden. Es ging weiter, wir waren zu höherem Berufen.

 

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15. Spieltag:
Oft hieß es vor der Saison in den Medien: „Wenn jemand die Bayern ärgern kann, dann die Borussia.“ Am Niederrhein fühlen wir uns als wahre Borussia natürlich angesprochen. Prompt konnte der Klassenprimus aus München bei Niederlagen auf der eigenen Kreidetafel die 1 eintragen. Im ersten Abschnitt sah es zugegeben nicht nach einer Dominanz unserer Elf aus, konnte aber konkrete Hundertprozentige verhindern. Torlos zum Pausentee. Wir lagen absolut im Soll. 10 Minuten brauchte unsere Mannschaft dann noch zu Halbzeit 2 um Anlauf zu nehmen, sollte aber in den kommenden 25 Minuten ein Offensivfeuerwerk a la boneur abbrennen. Nach unserer Führung durch Wendt, führte ein Doppelschlag durch Stindl und Johnson zu Gefühlsexplosionen unter allen Borussen und zum 3:0. Eine leichte Ergebniskorrektur durch den wieder genesenden Ribery zum 3:1 störte dabei nur die wettsüchtigen Propheten. Zur Abwechslung vom gewöhnlichen Alltag, bat uns Manchester City zum Kaffepläuschjen im Konzert der Großen.

fs

Nächste Woche geht’s weiter:

„Volles Punktekonto – Leere Akkus“

Spieltag 16 – 24

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