In einem durchaus unterhaltsamen, jedoch aus Sicht eines Borussen, eher nachdenklich stimmenden Spiel, trennten sich die Fohlenelf und die Augsburger, am Ende mit 2:2.

In Anbetracht des heutigen Spielverlaufs, können wir mit einen Unentschieden sicherlich zufrieden sein. Die Augsburger machten es uns von der ersten Minute an nicht einfach. Selbst das von Anfang an hohe Anlaufen unserer Offensive, brachte die Fuggerstädter nicht aus dem Konzept und die Frage „wer hat eigentlich am Donnerstag Europa League gespielt?“, war angebracht. Die erste fein rausgespielte Kombination unserer Fohlen über Dahoud, Wendt und schließlich auf den, in der Mitte völlig freistehenden Thorgan Hazard, hätte bereits (wenn auch nicht verdient) die Führung sein müssen. Unnötige Ballverluste am 16er, sowie ein fast eingerostet wirkender Spielaufbau, brachten die Heimmannschaft immer wieder in aussichtsreiche Positionen. So war es schließlich Nordtveit, der durch einen missglückten Kopfball zurück zu Sommer, die Augsburger fast in Führung brachte. Doch wie aus dem nichts heraus, war es plötzlich soweit. Die Fohlen zogen das Tempo an und der Ball landete über Traoré, durchaus glücklich bei Raffael. Unser Brasilianer ließ sich nicht zweimal bitten und vollendete zum 1:0.

Nach der Pause passierte das, womit sicher keiner gerechnet hat. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit schienen an unserer Mannschaft komplett vorbeizulaufen, sodass es nach knapp 53 Minuten 2:1 für die Heimmannschaft stand. Kurze Verwirrung und sicher auch Fassungslosigkeit bei den mitgereisten Anhängern und Zuschauern vor dem TV. Was war los? Sind wir wirklich noch so wenig gefestigt, dass wir eine Führung so schnell herschenken? Genug der Fragen, denn schon zwei Minuten später glich unser US-Amerikaner Fabian Johnson nach einem Zuspiel von Elvedi aus. Alles war wieder auf 0 gestellt und es kam neue Hoffnung auf, doch noch mit 3 Punkten im Gepäck nach Hause zu fahren.

Die letzte halbe Stunde war jedoch nicht von Kampfgeist und dem absoluten Willen hier zu gewinnen geprägt. Es schien, als wären die Augsburger immer einen Schritt schneller. Sobald wir es versuchten, gefährlich in das letzte Drittel der Augsburger einzudringen, fehlte es an Genauigkeit und Spritzigkeit unserer Offensivleute. Der einzige Lichtblick in dieser Zeit, das Comeback unseres Publikumslieblings Patrick Herrmann, der nach seinem Kreuzbandriss und einer 148-tägigen Ausfalldauer, endlich wieder auf dem Platz stand. Letztendlich muss man sagen, dass mehr als ein 2:2 einfach nicht verdient gewesen wäre. Zu groß sind die Mängel in der Defensive, sodass man sich nach einem weiteren Pfostenschuss der Augsburger glücklich schätzen.

kann, etwas Zählbares mitgenommen zu haben. Es bleibt eine ernüchternde Statistik von über 90 Eckbällen ohne ein einziges Tor und natürlich die niemals schwindende Hoffnung, im nächsten Spiel einiges zu verbessern.