Von dem letzten Saisonspiel in Darmstadt bis hin zum Hinspiel in Bern, die prestigeträchtige Hymne der Königsklasse dürfte wohl immer lauter erklingen in den Köpfen der Borussia Fans. „Auf, auf, auf in die Champions League“ ist der Dauerohrwurm der Gladbacher. Und sie haben auch allen Grund dazu, denn die Borussia steht kurz davor, sich am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge für die Liga der Champions zu qualifizieren.

Schon vergangenen Dienstag erklang die Champions League Hymne im Berner Stadion, nachdem anschließend die vielversprechende Ausgangslage eines 3:1 Auswärtssieges geschaffen wurde. Seitdem ist die Champions League Atmosphäre wieder in die Stadt Mönchengladbach zurückgekehrt, auch wenn sie nie wirklich weg war. Denn es war „Zeit für neue Erinnerungen“, wie es der Slogan der Borussia zur CL-Gruppenphase 15/16 besagte. Und nun ist es wieder soweit, die Fans sind heiß auf die Duelle gegen internationale Topmannschaften, Barcelona, London, Paris – die Extraklasse Europas winkt.

Doch zuvor muss noch eine Hürde überwunden werden. Im Rückspiel zu Hause im Borussia-Park wird es die Aufgabe der Fohlenelf sein, den Vorsprung des Hinspiels zu verteidigen. Ein Sieg oder ein Unentschieden würden reichen, evtl auch eine Niederlage könnte die Borussen qualifizieren. Doch die Aufgabe darf nicht unterschätzt werden, denn das die Berner Fußball spielen können, haben sie vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit eindrücklich bewiesen. In dieser Phase gelang ihnen auch ihr Tor, welches sich nach einigen dicht aneinander gereihten gefährlichen Aktionen abgezeichnet hatte. Vorallem Ersatz-Kapitän und Stoßstürmer Hoarau zwang die Gladbacher Defensive zu starken Leistungen und forderte sie immer wieder. Seine Mitspieler versuchen über weite Pässe aus dem Mittelfeld den Franzosen anzuspielen, der anschließend die Anspiele sichern und verwerten soll. Falls ihm zweitgenanntes nicht gelingt, gehen die Schweizer aggressiv auf die zweiten Bälle, um sich weitere Chancen herauszuspielen. Somit wird der Fokus wieder darauf liegen, mit großgewachsenem Defensivpersonal die Angriffe früh zu unterbinden.

Ob André Schubert komplett auf die berühmt berüchtigte Offensive seiner Borussia setzt, um auf Sieg zu spielen, oder die geduldfordernde Taktik spielen lässt, bei der sich die Fohlenelf auf die Defensive konzentriert, die Gegner kommen lässt und dann auf Konter spielt, bleibt abzuwarten. Schubert hatte jedoch schon früh in der Saison angedeutet, jedes Spiel in die eigene Hand nehmen zu wollen.

Somit bleibt auch ungewiss, ob die Borussia wieder mit der „Schubertschen Dreierkette“ oder einer klassischen Viererkette wie am vergangenen Samstag gegen Drochtersen verteidigen wird.

Gesetzt sein werden wahrscheinlich Yann Sommer, der nach seiner Verletzung und kurzer Schonung wieder fit ist, Andreas Christensen, der Abwehrchef, Tony Jantschke, der sowohl in den bisherigen Pflichtspielen als auch in der Vorbereitung komplett überzeugen konnte und der Rückkehrer Christoph Kramer. In der Offensive haben Kapitän Lars Stindl, Sturmpartner Raffael und Oscar Wendt ihren Platz sicher. Zudem haben Jannik Vestergaard, Tobias Strobl, Julian Korb und André Hahn gute Chancen auf einen Startelf-Einsatz.

Der Borussia Park wird, wie bei internationalen Spielen üblich, mit 46.279 Zuschauern ausverkauft sein, wir hoffen auf eine „schöne“ Partie!

Fohlennews-Tipp: 3:1