„Setze deine Ziele hoch, und höre nicht auf, bis du dort ankommst.“ – So pflegte es Ex-Baseballprofi Bo Jackson zu sagen und inspirierte damit Menschen auf der ganzen Welt. Einer von ihnen dürfte Julio Villalba sein. Der junge Paraguayaner nimmt das als Lebensmotto, als seinen Wegbegleiter. Hohe Ziele setzen, hart arbeiten, Risiken eingehen, sich nicht unterkriegen lassen, bis man sein Ziel erreicht. Jener Spruch führte ihn jetzt zur Borussia nach Mönchengladbach, eine Stadt auf einem ganz anderen Kontinent. Er spricht die Sprache nicht, er kennt dort keinen, er kommt alleine. Er geht ein Risiko ein, denn er weiß nicht, was ihm die Zukunft dort bringen wird. Aber das ist eben Teil seines Weges. Im Interview erzählte er uns von seinen Vorbildern, von seiner Familie und seinen Zielen, und gewährt somit Einblicke in das Leben eines ambitionierten jungen Mannes.

Julio Villalba wird heute 18. Er lebt in Asuncion, der Hauptstadt Paraguays, und spielt für den dortigen Verein Cerro Porteño. Noch. Denn schon vor der letzten Jahreswende wurde sein Wechsel in ein ewigweit entfernt scheinendes Land bekanntgegeben und im Winter wird er dieses Land, das noch vor kurzem so ungreifbar wirkte, seine zweite Heimat nennen. Dann kommt er nach Deutschland und wird nicht mehr im roten Trikot von Cerro Porteño, sondern im weißen Trikot der Borussia auflaufen. Wahrscheinlich erstmal in der U23. Bei der Vorstellung hielt er, wie bei jedem Transfer des VFL üblich, zusammen mit Max Eberl sein neues Trikot hoch. Stolz wirkt er. Auf dem Trikot steht „Villalba – 9 – Mönchengladbach“. Vor Allem auf die Neun dürfte er stolz sein, denn es ist die Nummer seines Idols – Robert Lewandowski. „Mir gefällt seine Art zu spielen und ich denke, meine Spielweise ähnelt seiner ein bisschen.“ verglich er im Interview. Außerdem verriet er, er wolle um Titel spielen, in der Champions League weit kommen und in paar Jahren für einen großen, europäischen Club spielen. Er setzt eben seine Ziele hoch. Aber jetzt kommt erstmal „Kapitel Borussia“. Natürlich kennt er ihn, diesen Verein, sagt er. Er schaue alle Spiele und auch ein paar seiner Freunde in Paraguay kannten den Verein schon, bevor das Angebot für Julio einflatterte. Wäre dies nicht geschehen, wäre er vermutlich bei Cerro Porteño geblieben. Dort spielt er seit letzter Saison in der ersten Mannschaft, auf Instagram postete er neulich ein Foto mit zwei Mannschaftskameraden, beide deutlich älter. Er ist der Jüngste seines Teams, und trotzdem schon Stammspieler – in der Vorsaison mit gerade einmal 17 Jahren. Zudem hat er seine Leidenschaft zum Fußballspielen erst vergleichsweise spät entdeckt – Erst mit 7 Jahren begann die Karriere des Julio Villalba, von einem kleinen Jungen über die Nationalmannschaft (vorerst noch U20) bis hin zu Borussia Mönchengladbach. Vielleicht spielt er ja schon in ein paar Jahren für die Profis des VFL, vielleicht sogar gegen Bayern München und Lewandowski. Dann wiederum würde der Spruch passen: „Work until your idols become your rivals!“.

 

Feliz Cumpleaños, Julio!