Nach den zwei Spielen gegen Hamburg und der Trilogie gegen Schalke wartet nun also schon der nächste Kracher auf unsere Borussia… Die Bayern kommen! Ein Spiel, dass auch definitiv zum Kraftakt wird, schließlich hat Borussia in dieser Saison schon mehr als 40 Spiele bestritten und die Verletztenliste wird nicht gerade kürzer.

Am morgigen Sonntag wird gleich ein ganzer Haufen von Schlüsselspielern nicht dabei sein. Einerseits wird ein Einsatz für Lars Stindl und Thorgan Hazard wahrscheinlich noch zu früh kommen. Andererseits haben sich Donnerstag beim Euro League Aus gleich drei weitere Spieler verletzt. Christoph Kramer zog sich einen Innenbandteilriss im Kniegelenk zu und wird damit voraussichtlich erst Anfang Mai wieder zur Verfügung stehen. Außerdem erlitt Fabian Johnson einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und auch Mo Dahoud ist mit Oberschenkelproblemen fraglich. Dazu kommen noch die Langzeitverletzten Marvin Schulz, Ibrahima Traoré und Mamadou Doucouré.

Somit wird Dieter Hecking gegen die Bayern ordentlich umstellen müssen und einige junge Spieler dürfen sich vielleicht diesmal über einen Platz im Kader freuen.

Eine mögliche Startelf wäre zum Beispiel:

Sommer – Jantschke, Elvedi, Vestergaard, Wendt – Herrmann, Strobl, Christensen, Hofmann – Raffael, Hahn

Nun also zu den Bayern…

Auch wenn sie diese Saison schon  in der Kritik standen und teilweise schon von einer „Krise“ die Rede war, ist die enorme Qualität des Rekordmeisters unbestritten. Das ganze fängt beim Welttorhüter an und hört bei einer der besten Stürmer der Welt auf. Und auch die Tabelle, die Vorführung von Schalke im DFB Pokal und die zwei 5-1 Siege gegen Arsenal sagen einiges über die Dominanz der Münchner aus. Und auch die letzten Bundesligaspiele bestritten die Bayern mit einem unglaublichen Torverhältnis von 14:0. Zuerst demütigte man im eigenen Stadion den Hamburger SV mit 8:0 und dann gab es noch zwei 3:0 Siege. Einen auswärts gegen die Kölner und den anderen wieder in der heimischen Allianz Arena gegen Eintracht Frankfurt.

Aber diese Dominanz kam eigentlich erst mit einer Systemumstellung wieder zurück. Am Anfang dieser Saison setzte Carlo Ancelotti noch auf ein 4-3-3, damit waren die Auftritte der Bayern tatsächlich nicht ganz so souverän. Im Laufe der Saison wurde dann auf ein 4-2-3-1 umgestellt und man fand wieder zu alter Stärke. Außerdem muss der Rekordmeister morgen lediglich auf zwei Spieler verzichten. Douglas Costa fehlt aufgrund einer Knieverletzung und Arturo Vidal sah beim letzten Spiel seine fünfte gelbe Karte in der laufenden Saison.

Eine Aufstellung könnte zum Beispiel sein:

Neuer – Lahm, Boateng, Hummels, Alaba – Thiago, Kimmich – Robben, Müller, Coman – Lewandowski

Morgen muss also ein perfekter Tag her, damit etwas zählbares in Mönchengladbach bleibt und jeder im ausverkauften Borussia-Park wird alles geben müssen. Nach dem Spieltag steht dann aber erstmal eine Länderspielpause an.

Lieber die Raute im Herz, statt Meister im März!