Am Freitag Abend ist Anstoß im Olympia Stadion Berlin. Es treffen zwei Teams aufeinander, deren aktuelle Situation kaum verschiedener sein könnten: Hertha BSC tritt mit viel Selbstvertrauen und breiter Brust an. Die Gegner aus Mönchengladbach hingegen stecken momentan in einer kleinen Ergebniskrise und haben den Druck, sich wieder in die obere Tabellenhälfte zu befördern. Wie der Borussia das gelingt, lest Ihr hier.

Um Schwächen und Stärken der Gegner zu analysieren, lohnt es sich, zuvor einen Blick auf die Kadersituation, die Spielweise und die mögliche Aufstellung zu werfen.

Den Berlinern fehlen verletzt Langkamp, Plattenhardt, Darida und Duda, sowie der gesperrte Valentin Stocker. Somit bleiben dem Trainer Pal Dardai wenige Alternativen, weshalb vorraussichtlich eine ähnliche Truppe auflaufen wird wie in den vergangenen Spielen.

Im 4-2-3-1 könnte Hertha folgendermaßen antreten:

Jarstein

Pekarik- Stark- Brooks – Mittelstädt

Skjelbred – Lustenberger

Weiser- Kalou- Haraguchi

Ibisevic

Die Schwächen der Berliner kann man an einer Hand abzählen. 10 Gegentore sind auf jeden Fall nichts, wofür man sich schämen braucht, trotzdem zeigen sie aber, dass es nach hinten immer wieder Lücken gibt. Unter anderem deshalb, weil Rechtsverteidiger Weiser stets sehr weit mit aufrückt. Desweiteren ist der Ballungsraum der Herthaner definitiv im Zentrum. Mit der Raute (Stark, Skjelbred, Allan und Ibisevic) wird zwar das Zentrum dicht gemacht, auf den Flügeln könnten sich aber Räume ergeben. Hertha wird versuchen, im eigenen Angriffsspiel sofort Ibisevic zu finden, der als alleiniger Stürmer spielt.

Hertha ist top in Form. Trotz der Verletztenmisere stehen sie auf Platz 5, erzielten ein Unentschieden gegen (eigentlich) Bayern-Dortmund und konnten 5 aus 9 Spielen für sich entscheiden. Dennoch sind sie nicht unschlagbar.

Von folgender Aufstellung ist auszugehen:

Sommer

Elvedi – Vestergaard – Jantschke

Hazard – Kramer – Strobl – Wendt

Stindl

Hahn – Raffael

Da Hertha vermutlich mit nur einem Stürmer spielen wird, wäre eine Dreierkette denkbar. Zentral kann dort Vestergaard spielen, der in den letzten Spielen gesetzt war und stets zu überzeugen wusste. Er wird es Ibesevic erschweren, Bälle fest zu machen. Neben Vestergaard agieren Elvedi und Jantschke, die sich eher auf ihre Defensiv-Aufgaben konzentrieren können, als beispielsweise Korb, der eine relativ offensive Ausrichtung hat. Vor der Abwehr spielen Kramer und Strobl, die durch Zweikampfstärke und viel Laufbereitschaft das Zentrum dicht zu machen, um die Berliner dazu zu zwingen, auf die Flügel auszuweichen, wo sie weniger gefährlich sind. Auf den Flügeln spielen vorraussichtlich Hazard und Wendt. Erstgenannter ist von seiner Verletzung zurück und zeigte gegen Glasgow eine starke Leistung. Der Schwede auf der anderen Seite wird defensiv ebenfalls gefordert sein und versuchen müssen, Weiser unter Kontrolle zu bringen. Als Zehner spielt Kapitän Stindl, vor ihm machen Hahn und Raffael die Offensive komplett. Schiebt Weiser auf, müssen die Berliner bei Konterangriffen der Gäste zu dritt verteidigen, Stindl schiebt dann mit vor in den Sturm und vervollständigt das Trio.

Wichtig wird es sein, defensiv gut zu stehen und durch Konterangriffe den ein oder anderen Nagelstich nach vorne zu setzen. Gelingt der Borussia das, stehen die Chancen gut, mindestens einen Punkt aus der Hauptstadt mitzunehmen.

FN-Tipp: 0-2