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Borussia – Unvergesslich!

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Gegründet am 01.08.1900. Den ersten Triumph im Jahre 1960 erlangt. Damals gewannen die Gladbacher im DFB-Pokal mit 3:2 gegen den Karlsruher SC.
Mit einem unentschieden am 26.06.1965 gegen Wormatia Worms stieg der Verein für Leibesübungen erstmals in die Bundesliga auf! Am 21.08. des selbigen Jahres gab es bereits den ersten Sieg in der Bundesliga, auf den noch einige folgten. 5:0 gewann man am Gladbacher Bökelberg gegen den SV Tasmania Berlin – Der Beginn unvergesslicher Jahre.  Trainer damals? Hennes Weisweiler, ein Mann der seines gleichen sucht. Dieser führte  die Borussia dann auch zu 3 Meisterschaften. Die erste im Jahre 1970. Ältere Borussenfans können sich sicherlich noch äußerst gut und gerne an den 03.05.1970 erinnern. Damals gewann die Borussia mit 3:4 bei RW Oberhausen und konnte somit die erste Meisterschaft feiern. Im Jahr darauf gelang der Weisweiler Elf jenes Kunststück erneut – Meisterschaft am Niederrhein, und zwar nicht die letzte.
Auch ein wichtiges Spiel in Weisweilers Karriere war natürlich das DFB-Pokal Finale gegen den Erzrivalen 1. FC Köln. Dieses wurde mit 2:1 in der Verlängerung gewonnen!

Im letzten Amtsjahr von Hennes Weisweiler, der Saison 1974/75 erlangte die Borussia ihre dritte Meisterschaft. Zum Ende der Saison wechselte Weisweiler zum FC Barcelona – Udo Lattek übernahm. Dieser wurde in seinen ersten beiden Dienstjahren direkt 2 Mal Meister, die letzte im Jahre1976/77 bis heute die letzte in der 1. Bundesliga.
1979 gab es dann mit dem Gewinn des UEFA-Cups gegen Belgrad wieder etwas zu feiern.

Die anschließenden Jahre verliefen dann recht mäßig. Keine Meisterschaften, keine Pokalsiege. Lange mussten sich die Fans gedulden bis man 1995 endlich wieder einen Titel feiern durfte. Gegen den VFL Wolfsburg setzte man sich souverän mit 3:0 durch. Bis heute der letzte wirkliche Titel. Zumindest für Außenstehende.

Der 20.05.2004 darf in der Borussengeschichte selbstverständlich auch nicht fehlen. An diesem Tag spielte die Borussia, die mittlerweile auch als Fohlenelf bekannt war gegen 1860 München. Ein ganz normales Spiel? Falsch. Nur ein letztes Spiel für Uwe Kamps und Jörg Stiel? Zwar richtig aber für den Borussen war dies schon beinahe Nebensache.  Relevant war die Tatsache, dass an diesem Tag das letzte Mal auf dem legendären Bökelberg gespielt wurde. Dem Ort, der so viele Geschichten geschrieben hat. Dem Ort an dem die Borussia groß geworden ist. Erbaut im Jahre 1919, als keiner ahnen konnte was dieses Stadion mit einer Kapazität von rund 34.500 Plätzen so erleben sollte.

Ab der Saison 2004/05 spielten die Gladbacher also im moderneren und mit 54.010 Plätzen auch größerem Stadion.
Hier konnten zwar noch keine Titel gefeiert werden, jedoch Erfolge, an die man sich auch in 100 Jahren noch erinnern kann.
Ein besonderer Moment war das Spiel zum 110. Jubiläum, gegen den FC Liverpool. Hier hatte sich in den letzten Jahrzehnten eine Fanfreundschaft entwickelt, die bei diesem Spiel eindeutig zum Vorschein kam.

Sportlich lief es in dieser Zeit jedoch nicht grade blendend.
2007 stieg man aus der Bundesliga als letzter ab. 2008 folgte zwar der Wiederaufstieg, in den darauffolgenden Jahren schaffte man es jedoch nur ganz knapp die Klasse zu halten. Doch dies sollte anders werden, als Max Eberl den damaligen Trainer Michael Frontzeck entließ. Sein Nachfolger? Niemand anders als der Hennes Weisweiler der Neuzeit! Lucien Favre! Dieser rettete die Borussia in letzter Sekunde auf den Relegationsplatz. Der Gegner in der Relegation hieß Bochum. An das Hinspiel im Borussia-Park wird sich wohl jeder erinnern. Selbst Fans, die das Spiel live im Stadion verfolgt haben erinnern sich an die gewählten Worte des ARD-Kommentators. „Nein er lässt`s nochmal laufen… Zum Ärger von Funkel … Dabrowski… und da ist De Camargo… Und da ist schon wieder Luthe… Und Hanke… DE CAMARGOOOOOOOOOOOOOOOOOO…“ und so weiter. Der Jubel nach diesem Tor vergleichbar mit dem nach dem Gewinn der Meisterschaft.
Der Borussia-Park bebte. Durch ein 1:1 im Rückspiel gelang es der Favre-Elf am Ende nach einer Katastrophalen Saison doch noch die Klasse zu halten.

In der darauffolgenden Saison änderte sich nahezu alles. Kein Abstiegskampf, keine Niederlagen an der Tagesordnung. Die Borussia rockte die Bundesliga und landete am Ende auf dem 4. Tabellenplatz und durfte somit an der Champions-League Qualifikation teilnehmen.Alte Europapokalgesänge wurden wieder entstaubt und durften wieder gesungen werden! Der Gegner : Dynamo Kiew. Zum ersten Mal durften Borussen die Hymne der UEFA Champions League hören und dürfen auch in einigen Jahren noch stolz sagen :„Ich war dabei, als diese Musik zum ersten Mal im Borussia-Park gespielt wurde!“
Nach 2 starken spielen hieß es am Ende leider doch nur Europa-League, worüber am Niederrhein  jedoch keiner wirklich traurig sein konnte. Zu groß war die Entwicklung im Vergleich zu Favres Vorgängern. Nach Überstandener Gruppenphase traf man auf Lazio Rom. Dort erinnert sich der ein oder andere Römer bestimmt noch an die 10.000 Fans, die auch außerhalb des Stadions für Stimmung gesorgt haben. Gebracht hat es leider nicht, in Rom war erstmal Schluss.
2014 durfte man sich jedoch nochmal auf internationaler Bühne beweisen. Auch hier war nach der Gruppenphase Schluss. Der Gegner war jedoch ein anderer – FC Sevilla.
Am Ende dieser Saison konnte man es kaum fassen. Mit dem 3. Platz qualifizierte die Borussia sich direkt für die Champions-League. „Auf auf auf in die Champions-League…“ waren die neuen Gesänge. Man konnte sich endlich wieder mit den ganz großen Messen.  In der Hinsicht brachte die Auslosung dann auch ein bisschen Glück. Manchester City, Juventus Turin und der FC Sevilla hießen die Gegner. 2 davon gehörten zu den besten Europas, der andere war amtierender Europa-League Sieger. Keine Einfache Aufgabe. Nach 6 unvergesslichen Spielen hieß es am Ende jedoch Platz 4 und somit kein Überwintern in einem internationalen Wettbewerb.

Am 33. Spieltag der abgelaufenen Saison konnten die Borussen dann jedoch erneut von der Champions-League träumen. Nach einem Sieg gegen Leverkusen und glücklichen Ergebnissen auf den anderen Plätzen stand fest, dass man erneut die Möglichkeit bekommt an der Champions-League Qualifikation teilzunehmen. Wie wir seit einigen Tagen wissen heißt der Gegner hier Young Boys Bern.

Mit einem Sieg hier und einer erfolgreichen Saison könnte die Borussia bald entgültig an alte Zeiten anknüpfen und vielleicht auch den ein oder anderen Titel holen. Wir Borussen hätten jedenfalls nichts dagegen!

 

Ihr habt unvergessliche Momente, die nicht im Artikel aufgeführt sind? Schreibt einen Kommentar und teilt uns diesem mit!

 

  1. frenkie

    Hallo. Ihr habt geschrieben das die Borussia 1980 UEFA-Cup Sieger wurde. Das ist falsch. Denn die Eintracht hatte gewonnen.

  2. Helmut Feldberg

    Nach dem Pokalsieg 1960 das erste mal im Stadion in rheydt. Als 9jähriger mit dem Fahrrad von Hardt aus. Spätestens seitdem BorussenFan!

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