Zu Hause ist die Fohlenelf einfach eine Macht. Erneut hat die Mannschaft ihre zwei Gesichter gezeigt und durch eine tolle Leistung völlig verdient mit 3:1 gewonnen. Zum richtigen Zeitpunkt wurde so ein Ausrufezeichen gesetzt und sich zum Endspurt um die Championsleague-Qualifikation in Stellung gebracht.

Bereits in der 7. Spielminute war es soweit, nach einen sehenswerten Pass von Xhaka durch die Schnittstelle der Abwehr, bekam Oscar Wendt das Spielgerät. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten und passt flach nach innen, wo Toljan vor dem lauernden Hahn zu klären versucht, der Ball jedoch dabei ins eigene Netz geht. In der Folge verlor das Spiel etwas an Attraktivität. Die Borussen hatten zwar über 60 Prozent Ballbesitz, doch die Hoffenheimer konnten mehr Zweikämpfe für sich entscheiden. Erst ab der 30. Minute schafften es die Fohlen wieder mehr Chancen zu kreieren. Nordveit und Raffael, beide mit der Möglichkeit das Spiel schon vor der Halbzeit richtungsweisend zu Entscheiden. Schließlich war es in der 45. Minute unser Eigengewächs Mo Dahoud, der das 2:0 besorgte. Nach einem viel diskutierten Einsatz von Hahn gegen Baumann, gelang der Ball schließlich zum 20-Jährigen, der nach sicheren Vollstrecken sein 8. Saisontor feiern konnte.

In der zweiten Hälfte begann die Fohlenelf erneut spielsicher, konzentriert und spritzig. Wie aus dem nichts heraus kam deshalb das 2:1 der TSG. Dieses Gegentor muss sich unser Schweizer Elvedi auf die Kappe schreiben, denn er leitete mit einem kapitalen Fehlpass den Gegenstoß ein, sodass Volland auf Kramaric spielen konnte und dieser den Anschlusstreffer erzielte.

Kurzes zittern im Borussia Park, schon zu oft wurden großzügige Vorsprünge und Chancen in dieser Saison vergeben, sollte es diesmal reichen?

Die Antwort gab André Hahn. Der nach seiner langen Verletzung wieder richtig angekommene Offensivmann, belohnte seine starke Tagesleistung mit dem 3:1. Hierbei nicht zu vergessen, ist die vorangegangene Balleroberung und der sofortige Pass in die Tiefe von Mo Dahoud. Der Rest des Spiels, war besonders für den neutralen Betrachter äußerst attraktiv anzuschauen. Die Gladbacher schafften es noch mehrere Chancen zu erspielen, sodass sich die Hoffenheimer über ein 4:1 oder 5:1 sicher nicht beschweren hätten können.

Am Ende des Tages, stehen wir mit einem erneuten Heimsieg und der so großen Hoffnung, endlich mal wieder ein Spiel auf gegnerischen Platz zu gewinnen, da. Die Mannschaft hat heute gezeigt zu was sie fähig ist. Irgendwann endet jede Serie, also warum nicht unsere Auswärtskrise am nächsten Wochenende in München?

Für jeden Borussen ist es einfach schön zum jetzigen Zeitpunkt der Saison noch mitfiebern zu können und um die internationalen Plätze zu spielen. Wie viele Mannschaften, die die gleichen oder noch bessere Möglichkeiten als der VFL haben, stehen im Niemandsland der Tabelle? Wir sollten dankbar und gleichzeitig stolz sein! Die Europa-League ist uns nur noch rechnerisch zu nehmen und alles was jetzt noch kommt ist Zusatz. Lasst uns zusammen stehen und die Fohlen bis zum bitteren Ende nach vorne peitschen. Und wer weiß, vielleicht stehen wir ja am Ende der Saison wieder da, wo diese eine besondere Hymne erklingt…